top of page

Praxis für Selbstzahler*innen und das solidarische Konzept

Zuverlässige Behandlung

Als Master of Science Psychologin und zertifizierte analytische Gestalttherapeutin (BIG) arbeite ich zuverlässig und kompetent nach international geltenden fachlichen Standards. Um auf dem neuesten Stand der Psychologie und psychotherapeutischen Entwicklungen zu bleiben, nicht einzurosten auf dem, was ist und zu verbessern, was war, gehören Fort- und Weiterbildung für mich ebenso selbstverständlich zu meiner Arbeit wie regelmäßige Supervision und Evaluation.    

Gestalttherapie ist ein anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren der humanistischen Gesprächspsychotherapie. Sie fokussiert auf das Hier und Jetzt und dem Erleben von Emotionen, Gedanken und Verhalten, die im therapeutischen Prozess sichtbar werden. Im Rahmen der analytischen Gestalttherapie zieht der Prozess hierbei immer wieder den Rückschluss auf lebensgeschichtlich verinnerlichte Muster, Glaubenssätze, Wahrnehmungen und daraus resultierende Verhaltensweisen. Diese stammen häufig aus der Herkunftsfamilie, gesellschaftlichen Normen und Zwängen oder anderen nestformenden frühen Umgebungen.  Selten sind sie bewusst. Im Therapieverlauf dürfen sie hinterfragt, verändert und bei Bedarf aufgelöst werden.

Praxis für Selbstzahler*innen

Anders als Psychoanalyse, tiefenpsychologische fundierte Psychotherapie, systemische Therapie und Verhaltenstherapie ist die Gestalttherapie nicht approbationsfähig und somit kein Verfahren, das mit den Krankenkassen abgerechnet werden kann.

Das bedeutet:  Die Psychologische Praxis ist eine Praxis für Selbstzahler*innen.

Als Gestalttherapeutin und Heilpraktikerin (beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie) kann ich

nicht am Kostenerstattungsverfahren teilnehmen.

Ich verstehe mein Angebot als Zusammenarbeit auf Augenhöhe im Rahmen einer therapeutischen Beziehung.

In der Bearbeitung der individuellen Fragestellung gehe ich bezüglich Rahmenbedingungen und Inhalte individuell auf die Bedürfnisse meines Gegenübers ein. Ungebunden von Unter- und Obergrenzen oder vorgegebenen Manualen können wir bspw. Anzahl der Sitzungen, Frequenz der Termine und Behandlungsdauer frei wählen.

Die Stundensätze werden in einem Behandlungsvertrag vereinbart und sind u.a. angelehnt an die Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH).

Solidarisches Konzept

Aus Überzeugung und um eine Alternative zur Kapitalisierung des Gesundheitssystems zu entwickeln, bezieht sich die Psychologische Praxis unter anderem auf den Rahmen eines solidarischen Modells.

Dies bedeutet, dass für Gruppen-Angebote sog. Richtwerte für den finanziellen Ausgleich ausgegeben werden. Teilnehmer*innen entscheiden rund um den Richtwert selbstbestimmt, in welcher Höhe sie das wahrgenommene Angebot finanziell ausgleichen können und wollen.

Für Angebote im Einzelsetting besteht neben der regulären "1:1"-Vereinbarung die Möglichkeit, am Solidarischen Beitragsmodell  teilzunehmen. Denn nicht alle Menschen verfügen über die gleichen Ressourcen und Möglichkeiten - im finanziellen und anderen Bereichen des Lebens. Manche Lebensphasen sind leichter, andere fordern uns heraus. Und manchmal braucht es gerade dann Unterstützung, wenn die eigenen Ressourcen besonders begrenzt sind.

Ich möchte mit meiner Praxis einen Raum schaffen, in dem diese Unterschiede berücksichtigt werden können.

Deshalb gibt es das solidarische Beitragsmodell.

Solidarisches Beitragsmodell - Was bedeutet das?

 

Der reguläre Beitrag für eine Sitzung beträgt 110 €. Im Rahmen des solidarischen Beitragsmodells besteht die Möglichkeit, einen individuell vereinbarten höheren Beitrag zu übernehmen - bspw. 10€ mehr. Dieser zusätzliche Beitrag bildet einen Solidaritätsanteil. Wenn beispielsweise durch gesammelte zusätzliche Beiträge insgesamt 50 € für eine Sitzung getragen werden können, kann für eine weitere Person ein Therapieplatz zu einem reduzierten persönlichen Beitrag von 50 € angeboten werden.

Die Rechnung im solidarischen Beitragsmodell sieht so aus:

50 € eigener Anteil zum reduzierten Beitrag 
+ 50 € aus dem solidarischen Beitrag anderer Klient*innen
= 100 € 

Die Praxis trägt die verbleibenden 10 € selbst.

So wird ein Therapieplatz von mehreren Seiten gemeinsam getragen.

Wer kann einen solidarischen Beitrag erhalten?

 

Ein reduzierter Beitrag ist für Menschen gedacht, die sich in einer Lebenssituation befinden, in der das reguläre Honorar und anderen Umstände eine Psychotherapie erschwert oder kaum zugänglich machen.

 

Das kann zum Beispiel der Fall sein bei

  • akuter persönlicher oder finanzieller Not

  • besonders belastenden Lebenssituationen

  • alleinerziehenden Menschen mit dauerhaft hoher Belastung

  • von akuten Krisen-, Gewalt- oder traumatischen Lebenssituationen Betroffene

  • prekären finanziellen oder sozialen Verhältnissen

  • oder in anderen Lebenssituationen, in denen die vorhandenen finanziellen oder persönlichen Ressourcen aktuell nicht ausreichen..

Lebensumstände, Verantwortung, Belastungen und vorhandene Ressourcen können sehr unterschiedlich sein.

Deshalb entscheidet die Psychologische Praxis individuell, ob ein solidarischer Beitrag in einer bestimmten Situation sinnvoll und möglich ist.

Solidarität funktioniert in beide Richtungen

Das Modell lebt davon, dass Menschen mit unterschiedlichen Möglichkeiten zusammenkommen.

Wer mehr geben kann und möchte, kann mit einem etwas höheren Beitrag dazu beitragen, einen Therapieplatz für einen anderen Menschen mitzutragen. Wer selbst gerade weniger zur Verfügung hat, darf Unterstützung annehmen.

Und auch die Praxis beteiligt sich: Bei einem reduzierten Beitrag verzichte ich auf einen Teil meines regulären Honorars.

So entsteht aus vielen kleinen Beiträgen etwas Größeres.

Solidarität schafft Plätze

Die Anzahl der solidarisch finanzierten Plätze richtet sich nach der Anzahl der Menschen, die sich für einen höheren Beitrag entscheiden. Beispielsweise ermöglichen fünf Menschen, die jeweils 10 € mehr beitragen, einen solidarischen Therapieplatz für eine Person. Zehn Menschen ermöglichen zwei Plätze. Fünfzehn Menschen drei. Und so weiter... Natürlich bedeutet das auch: Die solidarischen Plätze sind begrenzt und können nur in dem Umfang angeboten werden, in dem das Modell von anderen Klient*innen mitgetragen wird.

Mir geht es dabei nicht um Almosen und auch nicht darum, Menschen in „diejenigen, die geben“ und „diejenigen, die nehmen“ einzuteilen. Es geht um die Idee, dass wir alle unterschiedliche Möglichkeiten haben. Und darum was entsteht, wenn wir diese miteinander verbinden können. Manchmal können wir mehr tragen. Manchmal brauchen wir selbst Unterstützung. Damit finanzielle Möglichkeiten nicht darüber entscheiden, wer sich Unterstützung leisten kann.

Anmerkung

Das Modell lebt von Vertrauen und Transparenz. Gleichzeitig ist mir besonders wichtig, dass persönliche und gesundheitliche Informationen geschützt bleiben. Die Entscheidung über eine Teilnahme am solidarischen Beitragsmodell erfolgt vertraulich zwischen Ihnen und der Praxis. Persönliche, gesundheitliche und finanzielle Informationen werden vertraulich behandelt und nicht an andere Klient*innen weitergegeben. Für die im Rahmen des solidarischen Beitragsmodells bekannt werdenden Informationen gelten die gesetzlichen Bestimmungen zu Datenschutz und Schweigepflicht.

Und wie bei so vielem im Leben ist auch dieses Modell ein Stück weit ein Experiment. Ein Experiment mit dem Potential, unseren Umgang mit uns selbst und miteinander zu verändern: Was passiert, wenn wir unsere unterschiedlichen Möglichkeiten nicht nur als individuelle Gegebenheiten hinnehmen, sondern als etwas, das wir miteinander in Beziehung setzen und füreinander nutzbar machen können?

 

Wenn Sie sich für das solidarische Konzept interessieren oder Anmerkungen dazu haben, sprechen Sie mich gerne darauf an. Wenn Sie an dem Modell teilnehmen möchten, können wir gemeinsam schauen, ob und wie eine Teilnahme für Sie möglich ist.

Bruchhausenstraße 2, 54290 Trier, Germany

  • alt.text.label.Instagram

©2026 von M.Sc. Simone Ebner Psychologische Praxis

bottom of page